Literarische Stimmen

aus:
Racconti bonsai

Germana Fabiano – übersetzt von Barbara Neeb, Katharina Schmidt und Birgit Ulmer

Make-up

(Übersetzung1 Birgit Ulmer)

Sie ist so schön, dass es kaum Make-up braucht, nicht wie bei mir: Jeden Morgen verliere ich eine Stunde vor dem Spiegel und sehe trotzdem erbärmlich aus. Na gut, stimmt nicht ganz, ich richte mich einigermaßen passabel her, mache, wie man bei hoffnungslosen Fällen so sagt, eine Art Typ aus mir. Zum Glück beherrsche ich mein Handwerk: Fehler kaschieren, Vorteile hervorheben. Man kann in jedem Gesicht etwas betonen, um es «interessant» zu machen, selbst die Hässlichkeit. Wenn man die Tricks des Handwerks beherrscht, kann man die verborgene Schönheit eines jeden in den Vordergrund rücken. Das sind die Perlen der Weisheit einer Maskenbildnerin, vielmehr Visagistin oder besser noch make-up artist. Das würde sich auf einer Visitenkarte gut machen, aber in diesem Unternehmen hier werde ich es in Wahrheit nicht weit bringen. Sie ist wirklich schön, hohe Wangenknochen, spitzer Ansatz der kastanienbraunen Haare, lange, dichte Wimpern. Ein bisschen Foundation auf die T-Zone genügt, die ohnehin nicht glänzt. Ein wenig Puder und vielleicht mit dem Abdeckstift eine Stelle hier, an den Nasenflügeln. Wäre ich so schön auf die Welt gekommen, wäre alles anders gelaufen. Ich hätte es geschafft, einen Mann an mich zu binden, und hätte auch Karriere gemacht, denn Schönheit öffnet wirklich jede Tür, wer sollte es besser wissen als ich, deren Beruf sie ist … Mein Vollmondgesicht lässt sich jedoch nicht korrigieren, auch nicht die lange Nase, die sich mit der niedrigen Stirn beißt. Etwas Rouge, um den Wangen Tiefe zu verleihen, eine nur leicht dunklere Foundation, damit die Nase kürzer wirkt, aber eigentlich ist da nicht viel zu machen.
Sie dagegen hat ein perfektes Gesicht. Um die dreißig, gut gehalten, schon ein paar Falten, zu viel Sonne. Besser blass, dafür ohne Falten, diesen Spleen bezahlt man teuer. Rouge auf die Wangenknochen, nur ein Hauch, ein zartes Rosa, würde ich sagen. Die Lippen sind üppig, voll. Wo ist denn der kleine Pinsel hingekommen? Korallenroter Lippenstift, leicht und mit etwas Glanz. Da: Einen Fehler hat sie doch. Die Augenbrauen sind zu dünn, zu viel mit der Pinzette hantiert, die Leute sollten um Rat fragen, bevor sie solche Experimente unternehmen, es braucht wenig, um ein Gesicht zu ruinieren. Ein feiner Strich mit dem Kajal, den Bogen oben entlang, kaum wahrnehmbar, so. Und nun, da ich fast fertig bin, plagt mich plötzlich die Neugier. Ich würde sie gern fragen, wer sie ist, was sie zu uns geführt hat, immer diese Gedanken, die mich ablenken, wo die Zeit doch drängt. Ich streichle ihr sanft über die Haare, wie ich es bei allen mache, wenn es niemand sieht, bei diesem Abschied, der ein Geheimnis zwischen mir und ihnen ist, damit sie dort, wo sie hingehen, ein gutes Wort für mich einlegen. Jetzt wird gleich jemand kommen, um sie abzuholen, und ich werde meinen wahren Lohn erhalten, diesen erstaunten Blick und die immer gleichen Worte:
«Schaut nur, sie sieht aus, als würde sie schlafen.»

In der Familie

(Übersetzung Katharina Schmidt und Barbara Neeb)

Zwei Ohrfeigen. Ein Schlag aufs rechte Auge. Ein Tritt in den Bauch. Er wirft ihr dasselbe Schimpfwort an den Kopf wie immer. Sie versucht, sich mit Beißen und Kratzen gegen ihn zu verteidigen, aber sie schafft es nicht, sie schafft es nie, das wissen wir alle drei. Vor ein paar Minuten saßen wir noch alle gemeinsam gemütlich auf dem Sofa wie eine richtige Familie, dann fing der Streit darüber an, wer morgen früh das Auto nehmen darf. Wie immer sind es erst Schreie und dann Schläge. Ich verkrieche mich in meine Ecke. Das geht schon so, seit ich klein war, ich erinnere mich noch genau. Jetzt bin ich fast neun Jahre alt, und es wird immer schlimmer, auch für mich, denn wenn ich nicht aus dem Weg gehe, kriege ich auch was ab. Aber dieses Mal bleibe ich da, ich lasse sie nicht allein. Wenn er weiter ihren Kopf gegen die Wand schlägt, bringt er sie um, diesmal bringt er sie um. Ich schreie laut, aber er lässt nicht von ihr ab. Ich springe ihm auf den Rücken, aber er schleudert mich einfach weg. Ich pralle gegen die Wand, ein Bild fällt herunter und das Glas zerbricht. Ich sinke langsam auf dem Boden zusammen. Ich kann nichts mehr tun, aber wenigstens hat er sie losgelassen. Jetzt kommt er auf mich zu, um sich zu rächen. Ich erhebe mich mühsam auf meine Pfoten und fauche, aber ich kann ihm keine Angst einjagen. Heute Abend hat mich eines meiner sieben Leben verlassen.

Das Messerchen

(Übersetzung Katharina Schmidt und Barbara Neeb)

Lisa schälte die Kartoffeln äußerst konzentriert und benutzte dafür ein kleines Messer mit einem hellen Griff. «Das war einfach nicht zu schärfen gewesen», dachte sie befriedigt, dann sah sie sich in dem kalten Raum um und betrachtete den vollen Eimer mit den noch zu schälenden Kartoffeln, der sie mahnte, dass sie besser keine Zeit verlieren sollte. Aber sie brauchte die Zeit, um die Kartoffeln mit der notwendigen Sorgfalt zu schälen. Es waren die großen, mehligen, bei denen man Lust bekam, sie einfach gleich roh zu verputzen. Die Schale war ganz erdig und Lisa wischte sie ein wenig mit einem inzwischen vollkommen verschmierten Lappen ab, ehe sie mit dem Schälen weitermachte. Sie befreite eine dicke knubbelige Knolle von der Erde und setzte dann das Messerchen an. Langsam bewegte sie es nach unten. «So ist es gut», lobte sie sich und schälte die Kartoffel großzügig, sodass an der Schale so viel Fruchtfleisch wie möglich hängenblieb.
«Wenn sie sich dann beschweren, werde ich sagen, dass es am Messerchen gelegen hat, dass es zu stumpf war», dachte sie und ließ die Schale in den anderen Eimer fallen. Sie hörte Schritte vor der Tür, jemand ging auf und ab und entfernte sich dann wieder. Innerhalb von einer halben Stunde schälte sie alle Kartoffeln, wobei ihre Hand mit der Zeit die Klinge immer fester hineindrückte, sodass von der letzten Knolle bloß noch knapp die Hälfte übrig war, der Rest war an der erdigen Schale verblieben. Lisa schob sie ganz nach unten, wo man sie kaum entdecken würde, dann nahm sie die beiden Eimer, den mit den Kartoffeln und den mit den Schalen, und verließ den Raum Richtung Küchengebäude; niemand war unterwegs, alle waren wieder drinnen. Nur sie lief übers Gelände, eine einsam über den Schnee huschende Gestalt, die zwei Eimer trug. «Die Kartoffeln müssen ordentlich gewaschen werden, sonst beschweren sich die Offiziere», dachte sie, dann erinnerte sie sich wieder an die Schalen voller Fruchtfleisch und lächelte. An diesem Abend würde das Essen der Gefangenen im Lager üppiger ausfallen als sonst.

On the road

(Übersetzung Katharina Schmidt und Barbara Neeb)

BMW 320d tolles Auto der fährt jetzt nur 100 und ich schaffe gut und gerne 140 aber warum wechselt der Kerl nicht nach rechts und lässt mich vorbei so ein Wichser jetzt tritt schon aufs Gas du Arschloch sonst mach ich dich platt ach Scheiße so ’n Sonntagsfahrer sogar mit ’nem Fahrrad auf dem Dach leck mich am Arsch mach endlich Platz lass mich fahren fahren faaahren na also ich lass ihn hinter mir ja ich ras’ wie ’n Irrer und entweder gehen wir jetzt alle drauf oder wir kommen voran Scheiße was für ’ne Affenhitze ist das da vorn wirklich Wasser auf der Straße oder ist da ’ne Fata Morgana ich geh hier noch ein du Sumpfkuh fahr schon zur Seite war ja klar das Motorrad muss sich natürlich da durchquetschen Scheiße was machst du da musst du mir den Weg abschneiden fick dich du und die dämliche Schlampe mit dem Zopf die bei dir hinten drauf sitzt Mann wie viel Volk ist denn heute unterwegs alle wollen sie ans Meer alle ans Meer um die bleichen Arschbacken in die Sonne zu strecken du da vorn mach dich vom Acker geh nach rechts Mann rechts rüber oder ich fahr dir hinten drauf Scheiße was bremst du jetzt du hirnverbrannter Idiot lass mich vorbei lass mich faaahren hau ab nach rechts oder von mir aus auch nach links oder nimm dir ’nen Strick na also geht doch hast du es endlich geschnallt wer hier durch darf also die mit dem Wohnwagen bist du so blöd oder tust du nur so hast du noch nicht kapiert dass du mich vorbeilassen sollst Ausfahrt 11 Ausfahrt 12 Ausfahrt 13 genau fahrt alle schön raus und verpisst euch der nun wieder so ein Protzbonze mit Pferdetransporter hintendran jetzt hau schon ab hau ab ah gut gemacht und jetzt auch noch der Mozzarella-Laster der einem auf den Zeiger geht ausgerechnet hier musste der anhalten und was blinkst du so blöd? Tempolimit 80 also wirklich den Audi 5 vor den setz ich mich jetzt und leck mich am Arsch ich muss ruhiger werden ruhig ganz ruhig aber die Verletzten hinten drin die sind heute echt übel dran und dann ist da auch noch diese Scheißsirene die mir auf den Keks geht aber die kann ich ja schlecht ausschalten.

Der andere

(Übersetzung Katharina Schmidt und Barbara Neeb)

Es ist schwer, wahrhaftig zu sein, wenn einem alles in der Umgebung künstlich vorkommt. Aber er scheint es nicht zu bemerken. Der andere läuft zwischen dem Tisch und den zwei unbesetzten Stühlen hin und her. Ich kann seine Stimme nicht ertragen, dazu ist sie meiner zu ähnlich, und ich begreife seine perverse Logik nicht: Das, was er sagt, ergibt keinen Sinn für mich. Was denkt, was fühlt dieser Mensch – falls er überhaupt etwas fühlt –, der vom Schicksal verflucht ist, der eine dieser Nächte hinter sich hat, die jeden Menschen in einen Heiligen oder einen Teufel verwandeln können? Wie viel von dem Menschen, der ich bin, steckt in ihm, und wie viel von seiner Bösartigkeit trage auch ich in mir?
Er ist älter als ich, hässlicher als ich. Seine Kleidung ist schon seit Ewigkeiten aus der Mode gekommen und schlottert so um ihn herum, dass es wirkt, als hätte er sich etwas zusammengeliehen. Und er geht wie einer, der eine quälende Schuld mit sich schleppt; ich beobachte ihn, aber ich erkenne noch nichts in seiner Physiognomie, was seine Seele offenbart und seinen Schmerz. Ich verfolge seine Bewegungen im Spiegel.
«Ja, es stimmt, ich habe es getan», gesteht er. Sein Geständnis überrascht mich nicht, aber in seiner Stimme ist immer noch irgendetwas Unechtes, Einstudiertes. Ich starre in seine traurigen Augen und entdecke in seinem Blick die leichte Unruhe von jemandem, der lügt und herausfinden will, ob sein Gegenüber ihm seine Geschichte abnimmt oder nicht. Nach dem Mord hat er sich einen ungepflegten Bart wachsen lassen, als wollte er sich dahinter verstecken.
«Ich habe mich geirrt, es war ein schrecklicher Fehler, ich habe all diesen Verleumdungen geglaubt», rechtfertigt er sich. Nur jemand, der wirklich liebt, kann solche entsetzlichen Irrtümer begehen. Ich weiß, dass er es bereut, aber ich fühle weder sein Bedauern noch seine Verzweiflung darüber. Ist mir so etwas je passiert? Gibt es eine Möglichkeit für mich, dass ich ihn irgendwann verstehen werde? Es ist noch etwas «falsch», künstlich an seiner Art, sich zu bewegen, zu reden, zu schauen, und wenn nicht einmal ich ihm glauben kann, wer denn dann? Es ist nicht die Kleidung, nicht der Gang, nicht seine Stimme oder seine abscheuliche Tat, die mir das Gefühl eingeben, schmutzig und erschöpft zu sein, und die mich ihn hassen lassen. Es ist die Tatsache, dass alles an ihm mir fremd und nicht greifbar bleibt wie sein Bild im Spiegel. Ich gebe auf. Ich drehe mich um zum leeren Zuschauerraum und nehme das Textbuch an mich. Und der Regisseur bedeutet mir, dass es für heute genug ist.
«Du bist noch nicht in der Rolle», verkündet er. Als ob ich das nicht selbst wüsste.

Die Diät

(Übersetzung Birgit Ulmer)

Das Wort kommt vom lateinischen dies und bezeichnet ursprünglich keine Ernährungsweise zum Abnehmen, sondern vielmehr die regelmäßigen Essgewohnheiten einer Person.
Paola weiß das, trotzdem analysiert sie das Wort aufs Neue. Diät. Sie hat schon unzählige Diäten gemacht. Hat 16, 12, einmal sogar 18 Kilo abgenommen, dann hat der Jojo-Effekt ihr alle wieder zurückgebracht. Die letzte Diät war allerdings die richtige.
Was zählt, ist nicht abnehmen, sondern das einmal erreichte Idealgewicht halten. Das geht nur durch eine Umstellung der Ernährung sowie eine gesunde und sportliche Lebensweise.
Paola weiß auch das, seit drei Jahren hat sie kein Gramm zugenommen und damit alle überrascht, einschließlich eines skeptischen Ehemanns und dreier neidischer Kolleginnen. Man muss nur die eigene Einstellung ändern, es genügt ein wenig Selbstkontrolle, die tägliche Nahrungszufuhr zu planen und sich, wann immer möglich, zu bewegen. Sie predigt es den von überzähligen Fettpolstern geplagten Freundinnen: Man muss die Kontrolle behalten, unbedingt. Das Schwierigste ist, keine Obsession daraus zu machen.
Der Appetit ist schon seit einigen Stunden in Hunger umgeschlagen. Jetzt ist Essenszeit. Sie schaut, was ihr zur Verfügung steht, sie hat es vor sich hingestellt, um besser planen zu können. Heute, Dienstag:
Frühstück: eine Scheibe Vollkornbrot mit einer Tomate, ohne Salz
Mittagessen: fettarmer Joghurt
Abendessen: nichts
Mittwoch:
Frühstück: zwei Vollkorn-Cracker
Mittagessen: eine Scheibe Vollkornbrot und Brokkoli, ohne Öl. Roher Brokkoli. Widerlich. Aber am Vortag hat sie auch schon eine halbe rohe Aubergine hinuntergewürgt. Und für übermorgen hat sie noch die andere Hälfte vom Brokkoli, und ein letztes Ei.
Man darf keine Obsession daraus machen.
Nur ein Schluck Wasser. Heute.
Man muss mindestens zwei Liter Wasser pro Tag trinken, um das Gewicht zu halten und sich von überschüssiger Flüssigkeit zu befreien.
Paola schluckt, die trockene Kehle brennt. Warum hat sie nicht mehr Wasser gekauft? Ihre Schluchzer verhallen in der hohlen Arterie des Hauses. Mit einem abgewürgten Schrei nimmt sie die Einkaufstasche hoch und schlägt sie gegen die Knöpfe. Nichts. Keine Reaktion. Seit acht Tagen hält der Fahrstuhl sie in eisernem Griff gefangen.

Zu Autorin und Übersetzerinnen

Germana Fabiano2
è nata a Palermo nel 1971. Dal 2015 è docente di Diritti Umani presso l’Università di Tubinga. Nel 2009 un suo racconto vince il Premio Internazionale Colonna d’Eroma, nello stesso anno esce il suo romanzo d’esordio, Balarm, per la casa editrice Robin di Roma. Del 2010 è la raccolta di racconti La luna contro e del 2011 il romanzo In nome di Dio e per mano del diavolo. Seguono i Racconti bonsai e, nel 2016, la trilogia Concerto Siciliano, composta dai romanzi Motya, L’ultimo raìs, Tra Scilla e Cariddi. Nello stesso anno, collabora al volume corale Palermo dietro ai vetri, edito da Torri del Vento. Nel 2023 esce in Germania, Austria e Svizzera presso mareverlag L’ultimo raìs tradotto in lingua tedesca da Barbara Neeb e Katharina Schmidt con il titolo di Mattanza.

Germana Fabiano
wurde 1971 in Palermo geboren. Seit 2015 arbeitet sie als Dozentin für Menschenrechte an der Universität Tübingen. 2009 gewinnt eine ihrer Erzählungen den Premio Internazionale Colonna d’Eroma und im selben Jahr erscheint ihr Romandebut Balarm im Verlag Robin (Rom). 2010 erscheint der Erzählband La luna contro, 2011 dann der Roman In nome di Dio e per mano del diavolo. Es folgen die Racconti bonsai sowie 2016 die Trilogie Concerto Siciliano, bestehend aus den Romanen Motya, L’ultimo raìs und Tra Scilla e Cariddi. Im gleichen Jahr trägt Fabiano zu dem vom Verlag Torri del Vento herausgegebenen mehrstimmigen Band Palermo dietro ai vetri bei. 2023 erscheint der von Barbara Neeb und Katharina Schmidt ins Deutsche übersetzte Roman L’ultimo raìs im mareverlag unter dem Titel Mattanza.3

Barbara Neeb
studierte Komparatistik, Italienische und Französische Philologie und Translationswissenschaft in München und Heidelberg. Seit 1996 übersetzt sie Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachbücher. Für die Weltlesebühne e. V. organisiert und moderiert sie Literaturveranstaltungen und pflegt deren Youtube-Kanal. Sie ist aktiv auf LinkedIn.

Katharina Schmidt
studierte zunächst Theater- und Literaturwissenschaft, danach Musiktheater-Regie in Hamburg. Seit 1992 arbeitet sie als literarische Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen, später auch aus dem Französischen. Außerdem moderiert und organisiert sie Literaturveranstaltungen, u. a. für die Weltlesebühne e. V., bloggt und ist auf Facebook aktiv.

Zu ihrer gemeinsamen Arbeit an Germana Fabianos Texten schreiben sie: «Mit großer Freude haben wir diese Bonsai-Erzählungen von Germana Fabiano übersetzt. Wie wir bereits bei unserer Übersetzung ihres Romans Mattanza feststellen durften, ist sie eine Autorin, bei der jedes Wort überlegt und keines zu viel ist. Und die so einen ganz eigenen poetischen Zauber entfaltet.»

Birgit Ulmer
studierte Italianistik und Germanistik in Stuttgart und Florenz und promovierte über die Landschaftsdarstellung in der italienischen Literatur. Seit rund zehn Jahren ist sie als freiberufliche Übersetzerin aus dem Italienischen sowie als Lektorin tätig und gibt zusammen mit Sabrina Maag und Ursula Reuter-Mayring die neue Serie der Zeitschrift Horizonte heraus.

  1. Die italienischen Originale (Make-up, In famiglia, Il coltellino, On the road, L’altro und La dieta) sind 2012 im Erzählband Racconti bonsai bei Robin Edizioni, Turin, erschienen. Die Redaktion bedankt sich für die Genehmigung der hier veröffentlichten deutschen Erstübersetzungen.
  2. https://ageofacquarius.wixsite.com/germanafabiano/bio.
  3. https://www.mare.de/buecher/mattanza-670.
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