Lars Ulrich Schnackenberg bezeichnet sich selbst als «Bilderbildner». «Wie wird Wissen im Bild weitergegeben, wie verändert oder beeinflusst Bildwissen Lebensweisen und Kulturen» sind Fragen, mit denen seine Werke unterlegt sind, die er wiederum versteht als «Angebot im künstlerischen Bereich», das «[zu] sensibilisieren und [zu] fragen, nicht [zu] erklären, doch im besten Fall [zu] klären» vermag. Schnackenberg «integriert den Betrachter bei seinen Fragestellungen, ganz im Sinne von Umberto Ecos opera aperta, dem offenen Kunstwerk, das sich jedem Betrachter anders erschließt, da er unterschiedliche, sehr persönliche Konnotationen an das Bild heranträgt. Schnackenberg spielt mit dieser Offenheit des Bildes», so formuliert Dieter Ronte, Direktor des Kunstmuseums Bonn.